USA – Augusta, Georgia

Hallo und herzlich willkommen zu unserem USA-Blog!

Wir sind Suyay und Levin, zwei Automatiker Bühler-Lernende aus der Schweiz im vierten Lehrjahr, und wir freuen uns darauf, dieses Abenteuer mit euch zu teilen.

Wir hatten die unglaubliche Gelegenheit, für Bühler AG einen Auslandseinsatz in den USA absolvieren zu können. Im Gegensatz zu den üblichen Einsätzen an anderen Bühler-Standorten war unser Projekt etwas anders – wir arbeiteten direkt bei einem Kunden in Augusta, Georgia, um bei der Montage von Druckgussmaschinen zu helfen.

Unser Aufenthalt dauerte vom 27. August bis zum 4. Oktober. In dieser Zeit haben wir nicht nur wertvolle berufliche Erfahrungen gesammelt, sondern auch viel von den USA entdeckt.

Willkommen in Augusta, Georgia US

Nach einem langen Flug mit Zwischenstopps in Philadelphia und Charlotte kamen wir schliesslich spät in der Nacht in Augusta an. Phillippe, der Montageleiter von Bühler, holte uns am Flughafen ab und brachte uns zum Hotel, in dem auch der Rest des Bühler-Teams untergebracht war.

Arbeit

An unserem ersten Arbeitstag verliessen wir das Hotel um 6:30 Uhr zusammen mit Phillippe. Als Erstes holten wir unsere Sicherheitsausrüstung ab, inklusive Leuchtwesten, Helme und Handschuhe. Danach trafen wir Stephanie, die Vor-Ort-Managerin, und den Rest des Bühler Teams.

Wir wurden eingesetzt bei der Montage von zwei CARAT 610-Druckgussmaschinen mit einer Schliesskraft von jeweils 6100 kN. Da wir zuvor nur mit kleineren Versionen gearbeitet hatten, waren wir von der Grösse dieser Maschinen sehr beeindruckt. Beide Maschinen wurden parallel montiert, wobei eine bereits weiter fortgeschritten war. Phillippe begleitete uns während des gesamten Prozesses, erklärte uns die einzelnen Schritte, zeigte uns neue Techniken und testete dabei unser Wissen. Die meisten unserer Aufgaben waren rein mechanisch mit einem kleinen elektronischen Anteil – eine grossartige Lernerfahrung!

Die Mitarbeiter waren freundlich und offen. Alle haben uns geholfen und Fragen beantwortet. Wir haben uns vom ersten Tag an wie ein Teil der Gruppe gefühlt. Wir haben nicht nur viel über die Maschinen gelernt, sondern auch darüber, wie internationale Teams bei grossen Projekten zusammenarbeiten.

Freizeit & Wochenenden

Wir wollten unsere Zeit in den USA unbedingt nutzen, um so viel wie möglich zu erleben, und füllten unsere Nachmittage und Wochenenden mit einer Vielzahl von Aktivitäten und Abenteuern.

Fallschirmspringen

Am ersten Wochenende beschlossen wir, in der Nähe von Atlanta Fallschirmspringen zu gehen. Nach einer Sicherheitseinweisung zogen wir unsere Fallschirmgurte an, trafen unsere Tandempartner und stiegen in ein kleines Flugzeug. In 4’500m Höhe sprangen wir ins Leere. Der 40-sekündige freie Fall war atemberaubend, und als sich der Fallschirm öffnete, glitten wir sanft hinunter und genossen die überwältigende Aussicht.

Tagesausflug nach Savannah

An einem anderen Wochenende fuhren wir mit dem Firmenwagen in etwa zwei Stunden nach Savannah. Wir erkundeten die Stadt, spazierten durch die Strassen und schwammen danach im erfrischenden Meer. Auf dem Rückweg sind wir zufällig auf ein Drift-Rennen gestossen und beschlossen, uns das einmal anzuschauen.

American Football

Ein American-Football-Spiel im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta wollten wir uns nicht entgehen lassen. Das riesige Stadion bietet Platz für 71’000 Menschen! Das Spiel war spannend, auch wenn wir nicht alle Regeln verstanden haben.

Autoshow

Wir besuchten auch eine Autoshow im Echo Park Speedway in der Nähe von Atlanta. Es war eine ganztägige Veranstaltung mit Drifting, Hydraulikshows, Burnouts, Sound- und LED-Wettbewerben.

Typisch amerikanische Sportarten

  • Golf lernen auf einer Driving Range
  • Besuch eines Schiessstandes (wo wir mit einem AR-15 schiessen durften)
  • Pickleball ausprobieren

Florida Reise

Wir nahmen uns den Freitag frei, fuhren um 4 Uhr morgens los und erreichten nach einer neunstündigen Fahrt Miami.

Am ersten Abend spazierten wir in Miami Beach, genossen die Sonne und kühlten uns im Meer ab. Später erkundeten wir das Stadtzentrum und bewunderten die Lichter der Nacht.

Everglades-Nationalpark

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Natur. Wir nahmen an einer Airboat-Tour teil und erfuhren, dass die „Everglades“ eigentlich ein langsam fliessender Fluss ist. Wir sahen mehrere Alligatoren (darunter auch Jungtiere!), exotische Vögel und faszinierende Pflanzen. Ein überraschender Mückenangriff beendete unseren Spaziergang unerwartet plötzlich.

Der Tag endete mit einer malerischen Fahrt bei Sonnenuntergang nach Islamorada.

Key West

Am Sonntag erledigten wir morgens unsere Hausaufgaben und fuhren dann nach Key West. Wir assen in einem Fischrestaurant und erkundeten die bunten Strassen, bevor wir zurück nach Islamorada fuhren.

Der Montagmorgen verlief etwas anders: Wir hatten Online-Unterricht.

Da wir eine Zeitverschiebung von 6 Stunden hatten, konnten wir morgens an unseren Schweizer Nachmittagsschulstunden teilnehmen und mussten die Schweizer Morgenstunden selbst nachholen.

Nach Schulschluss fuhren wir zurück nach Miami, um noch mehr zu entdecken. Nach unserem zweiten Schultag, diesmal von Miami aus, fuhren wir zurück nach Augusta.

Arizona & Route 66 Roadtrip

Unseren USA Aufenthalt wollten wir mit einem Roadtrip abschliessen. Die Reise führte uns durch mehrere Bundesstaaten, wobei wir in sieben Tagen rund 7’200 km zurücklegten. Wir starteten mit einem Rodeo in der Nähe von Charlotte gefolgt von einem unvergesslichen Demolition Derby in Hickory, bevor wir uns auf den Weg nach Westen machten. Unsere eigentliche Reise auf der Route 66 begann in St. Louis, doch ein plötzliches Reifenproblem führte zu einem ungeplanten, aber unvergesslichen Stopp in einer Autowerkstatt. Von dort aus folgten wir der historischen Autobahn durch kleine Städte, vorbei an Touristenattraktionen und klassischen Souvenirläden.

Mitte der Woche erreichten wir Arizona und bestaunten den Grand Canyon mit seiner atemberaubenden Aussicht. Ein kurzer Abstecher nach Utah führte uns zum Forrest Gump Point, wo wir natürlich für ein paar Fotos anhalten mussten. Wir verbrachten den Abend in der charmanten Stadt Williams, bevor wir uns auf die Nachtfahrt zurück nach Osten machten. Unterwegs stoppten wir in Oklahoma beim grössten Totem der USA und besuchten darauf das Bass Pro Shop Aquarium in Springfield, Missouri. Nachdem wir Stachelrochen gestreichelt, Reptilien bewundert und den Wasserfall des Ladens bestaunt hatten, beendeten wir die Reise mit einer letzten Golf runde und kehrten müde, aber glücklich nach Augusta zurück.

Rückflug

Nach einem langen Abend mit unseren Arbeitskollegen, einem herzlichen Abschied und wenig Schlaf standen wir um sechs Uhr morgens auf, um unseren Rückflug anzutreten.

Die Reise nach Zürich sollte eigentlich reibungslos verlaufen … aber es kam anders.

Der erste Flug von Atlanta nach Philadelphia hatte Verspätung, sodass wir unseren Anschluss verpassten. Glücklicherweise buchte uns die Fluggesellschaft über Madrid um, sodass wir mit fünf Stunden Verspätung schliesslich zu Hause ankamen. Leider flog unser Gepäck nicht mit. Es wurde uns ein paar Tage später sicher nach Hause geliefert.

Vielen Dank

Wir möchten uns ganz herzlich bei Bühler AG dafür bedanken, dass sie uns dieses unvergessliche Erlebnis ermöglicht hat. Ein ganz besonderer Dank geht an Stephanie Bucher, die uns in jeder Hinsicht unterstützte, uns bei der Organisation geholfen hat und immer für uns da war, wenn wir etwas brauchten. Sie hat massgeblich dazu beigetragen, dass unser Aufenthalt in den USA so reibungslos verlief.

Wir möchten auch Phillippe dafür danken, dass er uns bei unserer Arbeit angeleitet, und uns neue Fähigkeiten beigebracht hat. Er hat jeden Tag sowohl lehrreich als auch unterhaltsam gestaltet. Ein grosses Dankeschön geht auch an unsere amerikanischen Mitarbeiter Tyler, Jose und Ross, die uns in ihrem Team aufgenommen und die Arbeit zu einer grossartigen Erfahrung gemacht haben.

Herzlich danken wir auch Antonia Gmuender, Marius Bollinger und der Abteilung DCCS2 für die Organisation von der Schweiz aus. Unser Kunde in den USA hat uns ermöglicht, an ihren Maschinen zu arbeiten, vielen Dank dafür. Auch Vadim danken wir, der uns viele Impressionen für den Blog gegeben hat.

Ohne die Unterstützung aller Beteiligten wäre dies alles nicht möglich gewesen. Ihr habt diese Erfahrung für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

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